Eine Vielfalt an Aromatherapie-Ölen
Der lateinische Name der Königswurz lautet Saussurea Costus. Die Öle werden im Wege der Dampfdestillation aus den Pflanzen extrahiert. Die aus Indien kommenden Öle stammen aus schwarzen Blüten, die zusammen mit den getrockneten Wurzeln der Pflanze eingeweicht und in warmem Wasser getränkt werden. Durch den Destillationsprozess wird dann die uns bekannte Königswurz-Essenz daraus hergestellt. Diese Öle sind braun oder gelb und werden meist als antiseptisches, fiebersenkendes, krampflösendes und antibakterielles Mittel verwendet. Von diesen Ölen wird berichtet, dass sie Bluthochdruck sowie Sodbrennen heilen. Das Öl der Königswurz wird aber auch zur Herstellung von Parfum und Kosmetikartikeln benutzt. Man findet es sogar als Zutat in Limonaden und alkoholischen Getränken sowie in einigen Nahrungsmitteln. Das sanfte Aroma lässt sich gut mit Ylang-Ylang, Blütendüften, Patchouli und orientalischen Ölen kombinieren. Die Königswurz reizt jedoch die Haut, weshalb sie bei der Aromatherapie in Form von Massagen nicht empfehlenswert ist.
Ölessenz aus Koriander, botanisch auch Coriandrum Sativum genannt, wird auch mittels Dampfdestillation aus den Pflanzensamen extrahiert. Die in Russland beheimateten Öle strömen das Aroma der voll erblühten Pflanze aus. Die Pflanzen stammen aus einigen Ländern Asiens und dem gesamten Mittelmeergebiet und werden wegen ihrer aromatischen Blätter angebaut, die auch in der Küche Verwendung finden. Die Öle werden auch als chinesische Petersilie bezeichnet. Korianderöle sind klar oder blassgelb und werden gerne als Aphrodisiakum, schmerzlinderndes und krampflösendes Mittel sowie als Deodorant genutzt. Die Öle sind hilfreich bei Erschöpfung, Rheuma, Nervosität, Spannungskopfschmerzen und Migräne, Arthritis, Erkältungen, Grippe, Krämpfen und vielem mehr. Die Düfte mittlerer Stärke lassen sich gut mit Zimt, Orange, rosafarbenen oder weißen Ölen, Ingwer und Zitrone mischen. Die Völker in und um Ägypten nutzten Koriander überwiegend als Aphrodisiakum während man die Öle in Indien als Speisewürze verwendete. Bei den Griechen und Römern wiederum kamen die Öle beim Aromatisieren ihrer Weine zum Einsatz.
Kopaivabalsam ist ein weiteres essentielles Öl, das botanisch unter der Bezeichnung Copaifera Officinalis geführt wird. Die Öle wurden durch Dampfdestillation aus unreifen Harzpflanzen gewonnen. Kopaivabalsam kommt ursprünglich aus Brasilien, doch die Öle werden heute überall auf der Welt gern genutzt. Die blassgelben Öle wirken ausgleichend und beruhigend auf Körper und Seele. Mit Kopaivabalsam vermischte Aromatherapie-Öle sollen angeblich das Leben verlängern. Die Öle mittlerer Intensität passen gut zu würzigen und blumigen Ölen. Das Öl hat auch eine Komponente, die als Aphrodisiakum wirkt und lässt sich in dieser Hinsicht gut mit Jasmin, Sandelholz, Rose, Weihrauch, Vanille und Ylang-Ylang kombinieren. Die Öle finden zudem Verwendung in Parfums, Seifen und Reinigungsmitteln.
Gewürznelkenöle – mit lateinischem Namen Syzygium Aromaticum – kamen anfänglich auch aus Indien. Die Öle werden aus den Pflanzenknospen gewonnen. Die aromatischen Gewürze verströmen einen starken Duft und werden bevorzugt zum Verfeinern von süßen und würzigen Speisen benutzt. Der immergrüne Baum gehört zur Familie der Myrthen und war bei den eingeborenen Molukken zu Hause. Die Knospen wachsen aber auch in verschiedenen tropischen Gebieten. Mit den zart goldgelben Ölen werden beispielsweise Zahnschmerzen behandelt. Sie sind aber auch hilfreich gegen Erkältungen und Grippe. Dieser Duft lässt sich gut mit anderen Ölen mit würziger Note mischen, aber auch mit Pfefferminz, Grapefruit, Zitronell, Rosmarin, Rose, Orangen- und Zitronenölen.
Clementine ist eine Ölessenz mit dem lateinischen Namen Citrus Nobilis. Die Öle werden aus Pflanzenschalen im Wege der Kaltpressung gewonnen. Der Ursprung der Pflanze liegt in Italien. Die zartgelben Öle werden gemeinhin benutzt um die Seele zu beleben und für ausgeglichenen Schlaf zu sorgen. Menschen mit Schlafstörungen können von der Verwendung dieses Öls profitieren, das sich bestens mit Blütendüften und Ölen aus der Familie der Zitrusfrüchte mischen lässt.