Aromatherapie

Pflanzliche Extrakte in der Aromatherapie

Pflanzliche Extrakte in der Aromatherapie sind zu 100% natürlich. Die pulverisierten Extrakte eignen sich ideal für Kosmetika und zur Behandlung von Haaren und Haut. Die Extrakte bilden biologische Zellen, die der Struktur dienen. Sie enthalten organische Salze, Fette, Aminosäuren, Mineralien und Öle. Zu den Sorten zählen Gurke, Knollengerste, grüner Tee, Kamille, Lotusblatt, Johanniskraut, Ginseng und viele mehr. Zu den etwas exotischeren Varianten gehören unter anderem der Reishi-Pilz, Silberweide, Enzianwurzel, Heidelbeere und Guarana-Samen.

Im Internet finden Sie eine Vielzahl an Extrakten, Ölessenzen, Duftölen und Aromen mitsamt einer Fülle an Informationen zu ihren Wirkungsgebieten. In der Aromatherapie kommt eine reiche Vielfalt an Essenzen zum Einsatz.

Aus der langen Riege der Öle seien hier nur einige aufgezählt: Wermut, Kümmel, Rispengras, Angelikawurzel, Sternanis, Wurmkraut, Thuja, Asant, Basilikum, Lorbeer, Bergamotte, Blutorange, Schwarze Johannisbeere, Kajeput, Zeder und so weiter. Die Öle arbeiten alle auf ihre Weise um Körper und Seele zu beruhigen und zu heilen.

Blutorange ist eine Ölessenz aus der Familie der Zitrusgewächse. Das Öl wird durch die Methode der Kaltpressung gewonnen. Die Öle extrahiert man aus den Fruchtschalen der Pflanzen, die ihren Ursprung in Italien haben. Die tief orangefarbenen Öle werden gerne in der Aromatherapie eingesetzt und lindern eine Vielzahl von Krankheiten. Ihnen werden krampflösende und deodorierende Eigenschaften zugeschrieben. Zudem sind sie hilfreich gegen Depressionen, unterstützen den Verdauungsprozess und stimulieren das Nervensystem sowie die Funktion von Herz und Kreislauf. Die Öle mittlerer Intensität vertragen sich gut mit Myrrhe, Muskat, Zitrone, Lavendel, Nelke und Zimt. Die Blutorange wird manchmal auch Malteserorange genannt. Die Spanier nennen die Öle weiterhin Naranja.

Kümmel, eine weitere Ölessenz aus der Aromatherapie, gehört zu den Kräutern und wird durch die Methode der Dampfdestillation extrahiert. Ursprünglich kam der Kümmel aus Indien. Kümmelöle weisen eine blassgelbe oder braune Färbung auf. Sie eignen sich besonders gut um Körper und Geist zu motivieren und in Schwung zu bringen. Kümmel ist aber auch als krampflösendes Mittel bekannt. Als solches hilft es bei Bauchschmerzen, Sodbrennen oder Koliken. Kümmel hat einen starken Geruch, der aber gut mit Salbei, Petersilie und Thymian harmoniert.

Kamillenöl wird ebenfalls durch Dampfdestillation hergestellt, wozu die Blütenköpfe benutzt werden. Die Kamille war ursprünglich in Ungarn heimisch. Das fertige Öl ist von gelber Farbe und ist häufig als Zutat in Kräuterheilmitteln vorzufinden. Die Öle sind nützlich zur Behandlung von Schlaflosigkeit, Schmerzen, Gelenk- und Muskelbeschwerden. Die intensiveren Düfte wirken entspannend, beruhigend und desinfizierend. Die Ölmischungen mit Lavendel, Weihrauch, Geranie, Palisander, Rose, Muskat-Salbei, Majoran, Ylang-Ylang und Zeder haben sich als besonders harmonisch bewährt.

Australische Minze lindert Kopfschmerzen, Erkältungssymptome, Bauchschmerzen und Koliken. Der lateinische Name lautet Prostandthera Melissifolia. Wie viele andere in der Aromatherapie verwendete Öle wird auch dieses durch Dampfdestillierung hergestellt. Das Öl beinhaltet eine antibakterielle Komponente und kann auch gegen Pilzbefall eingesetzt werden.

Auch Lorbeer, der ursprünglich aus Westindien stammt, wird mit Hilfe von Dampf destilliert. Die Pflanzen wachsen aber auch in Guayana und Venezuela. Die goldgelben Öle helfen bei Rheuma, Neuralgien, Kreislaufstörungen, Grippe, Zahnfleischentzündungen und Durchfall. Zusammen mit Kriechwacholder, Zedernholz, Ingwer, Geranie, Rosmarin; Eukalyptus, Thymian oder Koriander bildet Lorbeer besonders wirksame Heilmischungen.